Haus & Grund kämpft erfolgreich gegen Tourismusabgabe in Lübeck

Lübecker Bürgerschaft lehnt Satzungsentwurf des Bürgermeisters ab

Die Tourismusabgabe ist in Lübeck gescheitert. Haus & Grund Lübeck hatte sich mit anderen Verbänden vehement gegen die Einführung der Tourismusabgabe ausgesprochen. Von der Abgabe wären nicht nur die Vermieter von Ferienwohnungen betroffen gewesen, sondern alle Vermieter von Wohnungen und Büroflächen, und zwar unabhängig davon, ob die Immobilie in einem Tourismusschwerpunkt wie die Lübecker Altstadt oder Travemünde liegt. Nach Ansicht der Stadt hätten alle Vermieter einen Vorteil von dem Tourismusstandort Lübeck, da viele Wohnungen an Mieter vermietet werden, die im Tourismusbereich arbeiten. Eine wenig überzeugende Begründung. Lübeck ist eine Tourismusstadt, aber auch mit seinen annähernd 210.000 Einwohnern eine Universitätsstadt, eine Hafenstadt und ein wichtiger Standort für Industrie und Dienstleistungsunternehmen. „Wo sollen hier Grenzen gezogen werden?“, fragte der Verein für seine über 5.200 Mitglieder und verwies auf den Umstand, dass die Vermieter sich auch nicht an den Kosten der Universität, Handwerk und anderen Wirtschaftsunternehmen beteiligen, obwohl hier auch Mieter arbeiten, die in den Wohnungen der Vermieter wohnen. Nach einer leidenschaftlichen Diskussion, in der auch viele Argumente des Vereins aufgenommen worden sind, lehnte die Lübecker Bürgerschaft nun den Satzungsentwurf des Bürgermeisters ab. Die Vermieter in der Hansestadt können aufatmen.

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